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Die aktuelle Liturgie

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Thema «Gemeinschaft»

Einführung

Worte waren selten in jener Zeit und die Visionen nicht häufig. Die Priester wurden immer weniger und erschöpft konnten sie nicht mehr weit sehen. Das Licht des Glaubens war noch nicht erloschen und die Laien schliefen im Vorraum der Kirche. Da rief der Herr die Laien und sie antworteten: Hier sind wir. Dann liefen die Männer und Frauen zu den Priestern und sagten: Hier sind wir, ihr habt uns gerufen. Die Priester antworteten: Wir haben euch nicht gerufen. Geht wieder schlafen. Da gingen sie und legten sich wieder schlafen. Der Herr rief noch einmal: Ihr Getauften! Die Laien standen auf und gingen zu den Priestern: Hier sind wir, ihr habt uns gerufen. Kinder, geht wieder schlafen! Da rief der Herr die Laien wieder, zum dritten Mal. Sie standen auf und gingen zu den Priestern und sagten: Hier sind wir, ihr habt uns gerufen. Da merkte die Hierarchie, dass der Herr die Laien gerufen hatte. Sie sagten zu ihnen: Geht, und legt euch wieder schlafen. Wenn ER aber wieder ruft, dann antwortet: Rede, Herr, deine Söhne und Töchter hören! Die Frauen und Männer gingen und legten sich auf ihren Platz nieder. Da kam der Herr, trat zu ihnen und rief wie die vorigen Male: Ihr Getauften! Ihr Laien! Und die Laien antworteten: Rede, Herr, denn deine Söhne und Töchter hören! Der Herr sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Ich sende euch in alle Städte und Ortschaften, in die ich selber kommen will. Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Geht und bringt der Welt meinen Frieden. Heilt die an Seele und Leib Erkrankten, befreit die Unterdrückten, löst die Fesseln der Gefangenen, öffnet den Blinden die Augen, lebt das Reich Gottes mitten in der Welt. Und habt keine Angst: Ich bin bei euch!

Bibellesung 1. Korinther 12,12 - 31
 

Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. Wenn der Fuß sagt: Ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört er doch zum Leib. Und wenn das Ohr sagt: Ich bin kein Auge, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört es doch zum Leib. Wenn der ganze Leib nur Auge wäre, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre, wo bliebe dann der Geruchssinn?

Nun aber hat Gott jedes einzelne Glied so in den Leib eingefügt, wie es seiner Absicht entsprach. Wären alle zusammen nur ein Glied, wo bliebe dann der Leib? So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht. Der Kopf wiederum kann nicht zu den Füßen sagen: Ich brauche euch nicht. Im Gegenteil, gerade die schwächer scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich. Denen, die wir für weniger edel ansehen, erweisen wir umso mehr Ehre und unseren weniger anständigen Gliedern begegnen wir mit umso mehr Anstand, während die anständigen das nicht nötig haben.

Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem benachteiligten Glied umso mehr Ehre zukommen ließ, damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen. Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit. 27Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm.

So hat Gott in der Kirche die einen erstens als Apostel eingesetzt, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Machttaten zu wirken, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Machttaten zu wirken? Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle übersetzen? Strebt aber nach den höheren Gnadengaben!

Stille und Fürbitte
Auferstehungs-

ruf

Er ist auferstanden — Le Christ est ressuscité — Christi e risorto — Cristo ha resucitado — Christ is risen — Christus is obgestaan — Christus surrexit — Er isch uferstande
 «Unser Vater»
Gemeinsame

Lesung

Niemand, Gott, lebt für sich allein. Wir brauchen Menschen, mit denen wir teilen können, was unser Leben ausmacht: Liebe und Leid, Freude und Traurigkeit, Glück und Not, Erfolg und Versagen.

Und wir brauchen dich, Gott, als Partner und Begleiter, als Freund und Vertrauten, als Vater und Mutter.

Dank sei dir, Gott, dass du uns stärkst, für andere Menschen da zu sein. Ihnen Begleiter, Freund, Vertrauter zu sein in ihrer Not.

Dank sei dir, Gott, für alle Freundlichkeit und Zuneigung, die auch wir erfahren, durch gute Worte und liebevolle Gesten von Menschen, die es gut mit uns meinen. Und für die Gewissheit, dass du uns nicht allein lässt.

Segen

Der Herr segne dich. Gott erfülle deine Füße mit Tanz und deine Arme mit Kraft.

Gott erfülle dein Herz mit Zärtlichkeit und deine Augen mit Lachen. Gott erfülle deine Ohren mit Musik und deine Nase mit Wohlgerüchen.

Gott erfülle deinen Mund mit Jubel und dein Herz mit Freude.

Gott schenke dir immer neu die Gnade der Wüste: Stille, frisches Wasser und neue Hoffnung.

Gott gebe uns allen immer neu die Kraft, der Hoffnung ein Gesicht zu geben. Es segne dich der dreieinige Gott. Amen.