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Donnerstag, 27. Februar
2025 |
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Thema «Gelassenheit
wagen» |
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Einführung |
Im Wort «gelassen» steckt das Wort
lassen. Dies führt zur Entdeckung, dass jemand etwas lassen kann,
was er oder sie zu lassen vermag, d.h. was ich wahrgenommen habe.
Auch selbstlos kann ich nur werden, wenn ich mein Selbst gefunden
habe, zu den Gefühlen stehe, wie Neid, Eifersucht, Rivalität,
Ehrgeiz und sie loslassen kann.
Das Wort «Demut» wird oft mit
Gelassenheit in Verbindung gebracht. Demut bedeutet
Erdverbundenheit, d.h. «Verbundenheit mit der Mutter Erde und mit
der Schöpfung leben».
Nach Pierre Stutz sind wir Menschen dem
Wahnsinn verfallen: Wir bewegen uns ausserhalb der Rhythmen der
Schöpfung, der Jahreszeiten usw. Leistungsfähigkeiten sind vor allem
Ziele, die in unserer Gesellschaft und bei uns verlangt werden.
Entsprechen sie unseren Fähigkeiten und Grenzen?
Es lohnt sich, ein gelassener Mensch zu
werden, «im Vertiefen unserer Beziehung zur Schöpfung, der Rhythmus
der Jahreszeiten …» — wie z.B. jetzt, wo die Nächte kürzer und die
Tage länger werden, sie laden uns ein, «… dass auch wir uns Zeit zum
Reifen und Wachsen gönnen.»
(nach Pierre Stutz im «Alltags-Rituale»,
1998)
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Bibellesung |
Markus 4, 26 – 29 |
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Jesus erklärte weiter: «Gottes Reich kann man vergleichen mit einem Bauern
und der Saat, die er auf sein Feld gesät hat. Nach getaner Arbeit legt er
sich schlafen, steht wieder auf, und das tagaus, tagein. Währenddessen
wächst die Saat ohne sein Zutun heran. Ganz von selbst lässt die Erde die
Frucht aufgehen: Zuerst kommt der Halm, dann die Ähre und schließlich als
Frucht die Körner. Sobald aus der Saat das reife Getreide geworden ist,
lässt der Bauer es abmähen, denn die Erntezeit ist da.»
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Stille und Fürbitte |
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Auferstehungs-
ruf |
Er
ist auferstanden — Le Christ est ressuscité — Christi e risorto —
Cristo ha resucitado — Christ is risen — Christus is obgestaan —
Christus surrexit — Er isch uferstande |
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«Unser
Vater» |
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Gemeinsame
Lesung |
Gott, du Quelle aller Gelassenheit,
berühre mich vertrauensvoll.
Gelassener möchte ich werden,
erdverbundener, um mir auch Brachzeit zu gönnen, wo ich mich erholen
kann, innerlich neue Kräfte sammeln kann, um Neues in mir spriessen
zu lassen.
Gelassener möchte ich werden, aus tiefem
Herzen lachen können, auch über mich selber, weil du mich zur
Lebensfreude anstiftest.
Gelassener möchte ich werden, mich mit
meinen Schattenseiten annehmen, damit ich mich nicht zu sehr mit
andern vergleiche, sondern meine Gaben zur Entfaltung bringe.
Gelassener möchte ich werden, mich
bemühen, vertrauend auf meine Spontanität, meine Lebenskraft, die du
in mir angelegt hast.
Gelassener möchte ich werden, jeden Tag
aus der tiefen Geborgenheit heraus gestalten, dass du machtvoll
wirkst in allen Menschen, die loslassen können, um sich dadurch von
dir bewegen lassen.»
(nach Pierre Stutz im «Alltags-Rituale»,
1998) |
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Segen |
Segne, mein Gott, diesen Tag, dass sich
meine Seele erfrischen kann und mein Herz fröhlich wird. Segne alle
guten Gedanken, die mich bewegen, und alle Träume, die mir aus der
Tiefe aufsteigen, damit sie mir durch ihre Farbigkeit helfen, auch
im grauen Alltag innerlich gelöst und bei mir selbst zu sein. Das
schenke uns der geheimnisvolle Gott. Amen.
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